NAT: Das versteckte Static Port Mapping Geschrieben am Samstag, 07.Juli. @ 16:09:00 CEST von Baron
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Richard Burgess' Implementierung von NAT (http://www.rickb.com/software/) für BeOS ist eie große Hilfe für alle, die die Internetverbindung ihres BeOS Rechners mit anderen im LAN teilen wollen.

Wenn Du auf einem Rechner im LAN einen Server laufen lassen willst (Web, Telnet, FTP etc.) und dieser seine Verbindung zum Internet über einen BeOS Computer via NAT bekommt, kannst Du Static Port Mapping aktivieren. Static Port Mapping leitet die Packete, die auf einem bestimmten Port ankommen, an beliebige Rechner im LAN weiter. Lies Dir die Dokumentation zu NAT durch, um genau zu erfahren, wie das geht.

Was in der Dokumentation nicht erklärt wird, ist wie man Static Port Mapping so konfiguriert, daß z.B. Anfragen an Port 8080 zum Port 80 eines anderen Rechners weitergeletet werden. Das ist nützlich, wenn Du auf Deinem BeOS Rechner z.B. schon einen Webserver laufen hast, Du aber auch Zugriff auf den Webserver eines anderen Rechners innerhalb Deines LANs haben willst. Ports können nicht von mehr als einer Anwendung genutzt werden, so daß Du diesen Umweg gehen mußt.

Dazu mußt Du zuerst das Static Port Mapping über NAT's grafisches Tool konfigurieren. Dabei gibst Du den Port an, den Du auf Deinem BeOS Rechner öffnen willst. Die Adresse entspricht der Maschine im LAN, an die die Packete weitergeleitet werden sollen.

Als nächstes öffnest Du die Datei /boot/home/config/settings/network in einem Texteditor. Gegen Ende befindet sich ein Abschnitt mit der Konfiguration von NAT. Der sieht ungefähr so aus:

nat:
PORT_MAP0 = 80-80:192.168.0.2:80:3

Darüber sind weitere Informationen, wir interessieren uns jedoch ausschließlich für die PORT_MAPx Felder.

1. Das erste Zahlenpaar (z.B. 80-80) ist der Portbereich des BeOS Rechners, der an eine andere Adresse weiterleiten soll. Normalerweise ist das nur ein einzelner Port, es kann aber auch ein ganzer Bereich angegeben werden. Ein Wert 80-80 gibt nur den Port 80 zum Weiterleiten frei, während 80-90 allen Ports von 80 bis 90 (also 80, 81, 82...) das Weiterleiten von Packet ermöglicht.
2. Die folgenden Zahlen sind die IP Adresse des Computers im LAN (hier 192.168.0.2), der die weitergeleiteten Packete empfangen soll. Hier kann man nur eine einzige Adresse angeben.
3. Als nächstes kommt die Portnummer des empfangenden Rechners (80 in unserem Beispiel). Standardmäßig ist hier derselbe Port wie beim BeOS Computer eingetragen. Das kann aber ganz einfach auf einen anderen geändert werden (wohl auf den Port, an dem Dein Server lauscht). Hier kann man wiederum nur einen einzigen Port angeben.
4. Ich habe keine Ahnung, was die letzte Nummer (hier: 3) bewirkt und habe daher auch nie versucht sie zu ändern. Du solltest das auch lassen.

Nachdem Du Deine Änderungen eingetragen hast, speicherst Du die Datei und startest den net_server neu.